Springe zum Inhalt

Diese kreative Aufnahmetechnik führt zu ganz besonderen Bildern, die häufig einen malerischen Eindruck vermitteln. Während der Aufnahme wird die Kamera bewegt. Auf diese Weise entstehen mehr oder weniger abstrakte Bilder. Wir „malen“ mit Licht, Farbe und Strukturen und können so unsere Impressionen auf besondere Art und Weise auf den Sensor bringen. Jedes dieser Fotos ist ein Unikat, da die Bewegungseffekte kaum reproduzierbar sind. Dafür sind Bereitschaft zum Üben und Freude am Experimentieren erforderlich.

Für den Einstieg eignet sich am besten ein Zoom-Objektiv mit ungefähr 28 - 100 mm Brennweite (auf Kleinbild berechnet). Natürlich kann auch eine Festbrennweite verwendet werden. Ich nutze inzwischen gerne längere Brennweiten zwischen 90 und 200 mm. Da mit längeren Verschlusszeiten fotografiert wird, muss die Tageslichtmenge durch einen Graufilter (= Neutraldichtefilter) reduziert werden. Empfehlenswert ist ein ND64, der 6 Blenden "Licht schluckt". 

Wenn weniger Licht vorhanden ist - frühe Morgen- oder Abendstunden oder im Wald - lassen sich mit niedrigster ISO-Einstellung (50 oder 100) schon schöne Effekte erzielen. Häufig ist dann eine kleine Blendenöffnung (größere Blendenzahl) für eine korrekte Belichtung erforderlich. Diese führt zu größerer Schärfentiefe, die nicht immer gewünscht ist.

Erste Übungen kann man mit Verschlusszeiten zwischen 1/4 und 1/10 Sekunde durchführen. Dazu stellt man an der Kamera die Verschlusszeitenvorwahl bzw. Blendenautomatik ein (Symbol "S" oder "Tv"). Alternativ kann auch im Manuellen Modus (M) fotografiert werden, wenn die Lichtbedingungen konstant sind.

Den Bildstabilisator schaltet man am besten aus, damit die Bewegungsspuren auch ohne "technische Eingriffe der Kamera" abgebildet werden. Bei längeren Verschlusszeiten (mehr als 1 Sekunde) oder längeren Brennweiten kann ein eingeschalteter Bildstabilisator von Vorteil sein.

Die Bewegungsmuster sind sehr vielfältig, z.B. Ziehen/Wischen von oben nach unten oder von links nach rechts bildet farbige Streifen/Linien des Motivs ab. Eine kreisförmige Bewegung aus dem Handgelenk oder den Unterarmen führt zu kleinen pinselstrichartigen Effekte, die der impressionistischen Malerei ähneln. Alternativ kann die Kamera auch leicht geschüttelt oder in kleinen oder größeren Wellen auf- und ab bewegt werden. Ebenso ist ein Drehen, Kippen oder Schwenken möglich, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Kleiner Tipp für den Start: Belichtung testen, die Bewegung simulieren, den Auslöser leicht drücken, Bewegung beginnen, auslösen und weiter bewegen. Zu Beginn entsteht viel "Ausschuss", dafür gibt es auch regelmäßig freudige Überraschungen und unerwartete Ergebnisse.

Die bevorzugte Bewegungsrichtung der Kamera ist parallel zu den vorherrschenden Linien/Strukturen im Bild. Für Bäume, Gebäude, Menschen, Wellen etc. eignet sich das Wischen von oben nach unten oder umgekehrt.

Wald mit Lichtung (1/10 s, 130 mm @KB)

Einkaufsmeile (1/20 s, 50 mm @KB)

Hängeweide (1/2 s, 120 mm @KB)

Wellen im Abendlicht (1/4 s, 140 mm @KB)

Küstenlinien, Wiesen, Felder bieten sich für eine horizontale Wischbewegung an. Auf diese Art entstehen farbige Streifen und ungewöhnlich abstrakte Bilder.

Küstenpanorama nach Sonnenuntergang (1/2 s, 140 mm @KB)

 

Wenn die Motive sowohl horizontale, vertikale und diagonale Elemente enthalten, muss man etwas experimentieren. In der Natur setze ich gerne Kreisbewegungen ein, die dann zu pinselstrichartigen Effekten führen. Tipp: Kreisende Bewegungen aus dem Handgelenk/Unterarm machen und mit der Serienbildfunktion viele Bilder hintereinander aufnehmen. Je kürzer die Verschlusszeit, desto kürzer werden die Farbstriche, da in jedem Bild ein anderer Teil der Kreisbewegung abgebildet wird. Im Herbst lassen sich die "fallenden" Blätter gut mit einem solchen impressionistischen Effekt präsentieren.

Herbstlich (1/10 s, 250 mm @ KB)

Blüten am Teich (1/2 s, 100 mm @KB) - Die von der Sonne angestrahlten Blütenteile werden vor dem dunklen Hintergrund zu dreidimensionalen Formen.

Es ist auch möglich verschiedene Bewegungsarten miteinander zu kombinieren.

Sturm im Moor (1/10 s, 28 mm @KB)

Sonnenblume (1/3 s, 90 mm @KB)

Blätterstrudel (3,5 s, 80 mm @KB)

 

Liebe Fotofreunde,

am 1.3.2026 starten wir in der MHH eine Ausstellung mit insgesamt 108 Bildern. Thema ist das Fachwerk5Eck. Die Vereine der Bezirksgruppe Niedersachsen Ost im Deutschen Verband für Fotografie (Fotoclub Göttingen e.V., Fotografische Gesellschaft zu Lehrte e.V., Fotogruppe Barsinghausen, BSW Fotogruppe Hannover, Fototeam 76 Hannover, ATELIER 70 Salzgitter, film- und fotoclub e.V. Hildesheim) sowie alle Direktmitglieder des Bezirks konnten sich an den toll organisierten Fotowalks von Karin Zander (Göttingen) beteiligen. So wurden die 5 Städte des Fachwerkverbunds Südniedersachsen an einem jeweils eintägigen Fotowalk besucht (Northeim, Einbeck, Osterode am Harz, Duderstadt und Hann. Münden). Natürlich stand bei der Motivsuche die Fachwerkkunst im Mittelpunkt. Auf jedem Walk waren um die 20 Personen unterwegs; bei jeweils einem Mittagessen und einem Kaffee am Nachmittag, bester Laune und gefüllter Speicherkarte. Lasst Euch überraschen!

Carl-Neuberg-Str.1; 30625 Hannover. Parkplätze: Die Auffahrt hochfahren auf der linken Seite; oben links halten und durch die Schranke fahren (die unten gezogene Karte nochmals einstecken und wieder entnehmen). In der Schlangenlinie können überdachte Parkplätze gewählt werden, oder ganz durchfahren, bis man wieder im Freien ist. Kurz vor der Abfahrt rechts einen Parkplatz suchen. Dann in den Haupteingang (große Drehtür). Der ERSTE (!) Gang nach links ist der MHH Kunstgang.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Wir trauern um Dieter Grabitz. Er ist nach kurzer, schwerer Krankheit an Heiligabend eingeschlafen. Unser tiefes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid gilt seiner Frau und seinen Kindern.

Dieter war ein Tausendsassa. Nicht nur in der Fotografie, wo er auf allen Gebieten sicher war, egal ob an der Kamera oder im Photoshop. Seine künstlerische Ader zeigte sich auch in seiner Malerei, aber auch schnitzen und basteln konnte er grandios. So baute er selbst Bumerangs, mit denen er Wettkämpfe bestritt. Keine Technik war ihm zu hoch, er baute und reparierte alles. Seine vielen Kapitänspatente führten ihn auch weit auf das Meer - mit seinem eigenen Boot. Dieter war von Natur aus Freund - er war offen, hilfsbereit und immer dabei. Wir verlieren einen Freund; er wird nicht zu ersetzen sein. Seinen Platz inmitten unserer Gemeinschaft hat er sicher, auch wenn er seinen letzte Reise allein antreten musste.

Für die Fotogruppe Bredenbeck war er Trendsetter, Gestalter, ein Meister der
fotografischen Kunst. Noch im hohen Alter hatte er die Energie, sich auf
internationalem Niveau zu messen - er bekam den Titel AFIAP (Artist
Fédération Internationale de l'Art de Photografique) und bekam erst kürzlich
seine silberne Retinanadel für seine Werke auf DVF-Ebene (Deutscher Verband
für Fotografie). Zudem erhielt er auf Landesebene die bronzene Nadel des
Landesverbandes Nordmark. Er leitete Workshops und war immer dabei, die
entscheidenden Tipps zu geben.

Dieter wurde 82 Jahre alt. Du bist gegangen, aber immer bei uns, Tschüss Dieter!

Die NIFO 2026 wird von der Fotogruppe Bredenbeck organisiert. Dieser Wettbewerb ist für ALLE (!) Fotografen und Fotografinnen offen; niemand muss im DVF Mitglied sein.

Ausschreibung: folgt demnächst

Ihr seid herzlich eingeladen; weitere Informationen unter 0175-5869590

Die Gruppenfahrt der Fotogruppe Bredenbeck führt uns im 2026 nach Lüttich. Geplant ist eine Zugfahrt. Aufgrund der Erkenntnisse der diesjährigen Fahrt nach München wollen wir die Gruppenstärke auf 20 fixieren. Sollten nicht genug Mitglieder mitreisen, können sich gerne auch andere Personen melden (es existiert eine Warteliste, die nach Meldung fortgeschrieben wird).

Nähere Informationen unter 0175-5869590.

Viele Stunden hat Hartmut Makus damit zugebracht, die Ortsratsscheune (Durchgang zum Wanderweg "Hohe Heide") wieder auf Vordermann zu bringen. So erhielt die Scheune einen weißen Anstrich, die alten Graffitis verschwanden dabei. Auch die Werke von Hans Groth hat er - soweit wie möglich - wieder hergestellt. 11 Kleine Fensterrahmen der Größe von 40*45 cm hatte er vor dem Müll bewahren und aufarbeiten können. Die Idee, daraus Bilderrahmen zu machen, hatte er in die Fotogruppe getragen. Schnell war klar, dass 11 Bilder zum Thema "Blumen" bereitgestellt werden. Die Fensterrahmen sind praktisch Wechselrahmen, so dass später einmal andere Motive die Scheune zieren können.
Unser Dank gilt Ortsbürgermeisterin Marianne Kügler, die das Projekt ermöglicht hat und auch Sascha Westermann, der drei kaputte Scheiben neu gestellt hat!

Der Text von M. Hugo von con-nect.de

Endlich nach Corona wieder! Springer Workshop Tage 11.8. bis 13.8. im Springer Lutherheim. Ein Team von 6 Vortragende konnte insgesamt 21 Fotografen begrüßen.

Die Region Hannover war gut vertreten - aber auch aus Schleswig-Holstein, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Ost-Niedersachsen kamen Fotofreunde zum Event.

Themen: "Wald mal anders" (Monika Rauer), "Da glüht doch was?" (Dieter Grabitz, Hartmut Makus), " Blühende Tropfen" (Horst Husheer), "Bunte Lichter" (Hans-Peter Hornbostel) und "Jetzt wird es nass" (Karl-Heinz Meyer) wurden angeboten. Freitagabend Anreise, Abendbrot und Besprechung für den kommenden Tag. Insgesamt 4 Gruppen konnten am Samstag rotieren - 2*2 Stunden Vormittags und 2*2 am Nachmittag. Am Sonntag hatte alle gemeinsamen Spaß beim Luftballon Splash. Highlights waren außer den fotografischen Themen auch das gemeinsame Beisammensein. Sowohl zu den Mahlzeiten als auch an den Abenden wurde kräftig gefachsimpelt, geklönt und eben gute Laune verbreitet. Es können sich alle Fotografen mit ihren Bildern zeigen - hier geht es zur Webseite: Workshop Springe 2023.

Da die Resonanz durchweg positiv war, ermutigt ihr uns, das Event zu wiederholen. Mal sehen, was uns als nächstes einfällt.

Danke, dass ihr da wart, ein tolles Wochenende auch für uns als Veranstalter!

Vom 24. - 27. August waren wir wieder auf Reisen. Ziel dieses Mal: Leipzig. Die Bahnfahrt war hinzu schon abenteuerlich, aber wir haben es (fast) pünktlich zum Abendessen geschafft. Es war tatsächlich notwendig, dass sich Hartmut frühzeitig um die Restaurants bemüht hat. Leipzig ist voll, jung und bunt. Dazu viel Tradition. Einfach sehenswert. So hatten wir 11 Personen dabei und selbst die Nicht-Fotografen sind gewiss auf ihre Kosten gekommen. Das B&B Hotel war zentral, für den Wochenendtrip genau richtig und im sehr guten Preis- Leistungsverhältnis. Natürlich haben wir auch Bilder mitgebracht. Die Galerie findet ihr unter: Leipzig-Fahrt 2023 und wird bis Ende November 2023 noch ergänzt.

Schönes Wetter, tolle Stimmung, viele Erlebnisse. Die Planungen für die Fahrt 2024 laufen ...

Nach längerer Pause war ich mal wieder am Stapelteich. In der zweiten Hütte konnte man ein brütendes Graureiherpärchen beobachten. Die Elternteile mühten sich, die doch sehr kleinen Fische aus dem Teich zu sammeln. Es waren anscheinend doch einige davon vorhanden - die Brut ist durchgekommen und die Jungtiere (fast) flugbereit.
Selbst der selten gewordene Eisvogel kam mal wieder zu Besuch. Der Kuckuck rief die ganze Zeit und ließ sich tatsächlich mal wieder blicken. Auch die Wasserralle huschte von einem Schilf zum anderen. Lange Zeit galt sie als verschollen, doch jetzt konnte man sie mal erwischen.
Außerdem flog - zum ersten Mal seit ca. 12 Jahren, wo ich am Stapelteich beobachte - ein Fischadler über das Gelände. Sehr schöne Beobachtungen. Hoffentlich kommen mal wieder mehr Vögel auch zum Brüten ins Land.