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Fotoalben

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Angeleint

Für die diesjährige Ausstellung haben wir uns dort umgeschaut, wo wir nicht zuhause sind. Wir haben uns bewegen lassen und sind selbst in Bewegung gekommen.

Die Dauer des 'weg seins' reicht vom Tagesausflug bis zum Thema Auswanderung. Die Entfernungen vom Steinhuder Meer bis zu anderen Kontinenten. Kurzreisen, Campingreisen und Auszeiten am Meer haben wir unternommen. Was uns als 'Landratten' offenbar besonders anzieht, ist das Wasser. Da wird gesegelt, gebadet, ein Fuß in den Sand gedrückt, eine abendliche Hafenstimmung eingefangen.

Die Wellen spielen eine Rolle und auch der heißgeliebte Sonnenuntergang am Horizont, wo Wasser und Himmel sich treffen, fehlt nicht. Der Blick in die Weite, Wolken beobachten, den Himmel über sich genießen, sich frei fühlen. Das verbinden viele mit dem 'weg sein'.

Die Natur steht der Kultur gegenüber, das Bad in der Menge dem verschwiegenen Ort und der Schnappschuss einer wohlüberlegten Bildkomposition. Alles sollte dabei sein, was auch im weiteren Sinne unter Reisefotografie verstanden werden kann.

Nur eines nicht: das typische Urlauberfoto. Nun ja – mit einer Ausnahme, aber die hat auch ihre besondere Stimmung. Und auch, was während unserer Abwesenheit passieren kann, wurde simuliert – eine effektvolle schauspielerische Leistung …

Lassen Sie sich mitnehmen auf unsere großen und kleinen Reiseeindrücke.

Cover

Für die diesjährige Ausstellung haben wir uns Türen und Fenster öffnen lassen. Wir haben Dosen, Uhren und Fahrzeuge geöffnet oder den Moment erwischt, in dem es möglich war, einen Blick in etwas sonst Verschlossenes zu werfen.

Wir haben mit unserer Neugier gespielt, hineingeschaut und gesehen:
Manchmal wird das Innere nur sichtbar, nachdem ein Gegenstand entzwei gebrochen ist. Eine Blüte öffnet sich von selbst, wenn ihre Jahres- und Tageszeit und natürlich die Sonne gekommen ist. Da kann der Mensch nichts öffnen – und selbst der Fotograf muss warten. Das Innenleben bietet oft Überraschungen, ist vielfältiger als das Äußere, differenzierter, komplizierter, bunter.

So haben wir auf der Suche nach Motiven zu diesem Thema viel Spannendes entdeckt und hoffen, dass auch für Sie einige aha – Erlebnisse dabei sind.

Gleis 13

Spontan stand er im Raum – dieser Begriff, diese Erkenntnis: Alles hat seine Zeit als Themenvorschlag für unsere Novemberausstellung. Ohne uns groß darüber auszutauschen, was wir uns fotografisch darunter vorstellen, machte sich jeder mit seiner Kamera auf die Suche nach passenden Motiven. Als einen Monat später die ersten Vorschläge an die Wand geworfen wurden, gab es Kritik: Das vom Sand überwehte Haus in Namibia, die morsche Bank und ein rostiges Abstellgleis sollten sich zu einer spannenden Ausstellung zusammenfügen? Wollen wir jetzt lauter kaputte Sachen zeigen, das ist ja langweilig! Hieß es.

Ich stelle mir einen schicken amerikanischen Schlitten aus den Sechzigern oder ein Mädchen im 70iger Jahre Look oder eine tolle alte Kamera vor, und so war schnell eine Diskussion darüber entbrannt, was es denn auf sich habe mit diesem alles hat seine Zeit, diesem Ausspruch, den wir hin und wieder auch in Todesanzeigen lesen. Ist es das Vergängliche, vom Menschen Gemachte schlechthin, ja der Mensch selbst, sind es die Dinge aus einer anderen Zeit, die heute neu gesehen werden? Gehören die fallenden Blätter im Herbst dazu? Was passt in diesen fotografischen Rahmen und wie setzen wir die Objekte in Szene? Wir fragten, was andere mit alles hat seine Zeit assoziieren.

Die Antworten beendeten (fast) jede Diskussion: Es war eine noch größere Bandbreite als uns bislang vor die gedankliche fotografische Linse gekommen war, was unseren Freunden und Bekannten in den Sinn kam, als sie mit Was heißt für dich – alles hat seine Zeit? konfrontiert wurden. Es ist ein Thema, das für manche Überraschung gut ist, weil wir oft erst im Moment der Bildbetrachtung, nach einem ersten Stutzen, merken: Ja, auch das hat oder hatte seine Zeit. Wenn dazu noch ein stimmiger Moment eingefangen wurde oder eine besondere Inszenierung dargestellt ist, wird es richtig spannend. Und so wünschen wir auch Ihnen beim Rundgang dieses Innehalten und "auf den zweiten Blick" erkennen, was dieses Motiv in den Rahmen gebracht hat und worin seine Besonderheit besteht.

Die schreiende Hand

Zwei Jahre lang hat sich die Fotogruppe Bredenbeck mit dem ursprünglich ausgegebenen Thema Gaffiti und andere Schmierereien auseinandergesetzt. Bei der Suche nach interessanten Motiven auf Hauswänden, Mauern, Mülleimern und sogar Bäumen hat sich schnell herausgestellt: manche Graffiti sind richtige Kunstwerke! Ein neuer Titel für die Ausstellung musste her.

Uta Focke fand dann das namensgebende Motiv an einer Tür in Göttingen. Narrenhände beschmieren Tisch und Wände ließ Raum für Graffiti zum Beispiel aus Hannover, Berlin, Spanien und auch Neuseeland. Aber auch kleine Zeichnungen oder bloße Schmierereien haben ihre Reize und wurden daher festgehalten. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Vor ein paar Wochen fotografiert ist vielleicht heute schon entfernt worden oder einem anderen Kunst??werk gewichen.

Titelbild

Eine Ausstellung, die das Projekt Gartenregion Hannover 2009 aufnehmen wollte. Das erwies sich jedoch als zu ehrgeizig, denn nicht jeder konnte den richtigen Termin wahrnehmen, um sich direkt mit dem Thema zu befassen.

So sind Bilder zu den folgenden Themen zu sehen:

  • Nicht nur in den Gärten Hannovers von Uta Focke
  • Der fast geheime Garten der Frau Dorn von Susanne Frank
  • Am Gartenteich von Christine Koberstein-Schwarz
  • Blüten von Stefan Eggers
  • Landschaftskunstpfad Benthe-Empelde von Helmut Techtmann
  • Best Of Nature von Sebastian Moock
Abendstimmung

Nach Ausstellungen in Hannover sowie Fotoprojekten über Wennigsen und das Bergbaumuseum Barsinghausen stellen wir erstmals gemeinsam in der Galerie der Kornbrennerei Warnecke aus.

Fünf Serien mit unterschiedlichsten Themen sind zu sehen:

  • Rein pflanzlich von Uta Focke
  • Wald- und Wassergärten am Åsnen in Smaland, Südschweden von Susanne Frank
  • Tierisches und Natur pur von Christine Koberstein-Schwarz
  • Schönheit und Verfall von Hartmut Makus
  • Vom Deister zum Himalaja von Helmut Techtmann

Zusätzlich haben wir ein paar unserer Favoriten ausgesucht, die keiner festen Thematik zuzuordnen sind.

Die Arbeiten zeigen unter Anderem die Vielfalt der fotografischen Schwerpunkte in Inhalt und Technik. Da sie zum Teil schon in analoger Zeit entstanden sind, ist diese herkömmlich Art des Fotografierens noch gleichberechtigt vertreten. Die digitale Technik nimmt aber auch in unserer Gruppe immer mehr Raum ein.

Doch unabhängig vom technischen Werkzeug zählt für uns neben der Freude am kreativen Gestalten ausschließlich das Ergebnis; davon möge sich jeder Besucher hier ein eigenes Bild machen.

Außengelände des Besucherbergwerks

Ziel des ersten gemeinsamen Fotoprojekts war eine Ansichtskarten-Serie für das Besucherbergwerk Klosterstollen Barsinghausen.

Der Vorstand des Besucherbergwerks hat aus der Vielzahl von Fotos seine Auswahl getroffen; die 17 Ansichtskarten sind mittlerweile als Set erhältlich. Unsere in der Ausstellung zu sehenden Motive stimmen nicht mit den Postkarten überein. Da uns der Sachverstand des Bergmanns fehlt, haben wir die Bilder überwiegend nach unseren ästhetischen Maßstäben zusammengestellt.

Wir würden uns freuen, wenn die Ausstellung über den ersten Eindruck hinaus einen kleinen Einblick in den besonderen Reiz des Bergwerks vermittelt.